Wahlmodul für den Bachelorstudiengang "Molekulare Biologie" im Sommersemester
Angestrebte Lernergebnisse des Moduls "Angewandte Mikrobiologie und Hygiene"
Nach Abschluss des Moduls sind Studierende in der Lage,
- die Grundlagen zur Auswahl und zum Umgang mit mikrobiellen Starterkulturen oder Probiotika zu erklären.
- die Gefährdungen durch Hefe Kontaminationen, Schimmelpilze und Mykotoxine, Lebensmittel assoziierte Viren und weiterer Parasiten einzuschätzen und zu bewerten.
- die Gefährdungen durch über Lebensmittel und Wasser assoziierte Keime wie Legionellen oder Coli-forme Pathogene ausgehen zu bewerten
- Krankheiten die über Vektoren verbreitet werden einzuschätzen; besonders vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung.
- die Grundlagen der Produktionshygiene (Personalhygiene, Betriebshygiene, Lufthygiene, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, sowie das HACCP-Konzept) zu erklären.
- Hygienekonzepte für Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu verstehen und Lösungen bei Problemen zu unterbreiten
- einen Reinigungs- und Desinfektionsplan für ein Labor oder eine Produktionsstätte zu erstellen
Inhalte der Vorlesung und des Seminars
- Vorkommen, Kultivierung und Einsatz von Starterkulturen wie Milchsäurebakterien; Hefen und Schimmelpilzen
- Vorkommen und Inaktivierung Lebensmittel schädigenden und potentiell pathogenen Kulturen mit Fokus auf Mykotoxin bildenden Schimmelpilzen, lebensmittelassoziierte Bakterien und Viren, Protozoen und Parasiten
- Vektor assoziierte Phatogene
- Hygiene in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen
- Hygiene an Produktionsstätten, Personalhygiene, Betriebshygiene, Lufthygiene,
- Erstellung von Reinigungs- und Desinfektionsplänen,
- HACCP-Konzept.
- Hygiene in Krankenhäusern mit entsprechender Diagnostik

Die Lehrveranstaltung ist für das vierte Semester des Bachelorstudiengangs "NBCT" und "MolBio" vorgesehen und wird in jedem Sommersemester angeboten. Aufgrund der Arbeiten mit den Bienen ist die Kursgröße auf max. 10 Teilnehmende begrenzt.
Kursteilnahme: Es werden am 21.03.25 um 9 Uhr zwei Anmeldelisten über Moodle freigeschaltet, je eine für NBCT (5 Plätze) und eine für MolBio (5 Plätze).
Im Modul werden sowohl theoretische, als auch praktische Inhalte vermittelt. Dies bedeutet, dass aktiv mit den lebenden Bienen auf einem Bienenstand gearbeitet wird. Da dies auch wetterabhängig ist, wird der praktische Teil flexibel, mit Absprache der Gruppe, gelegt. Natürlich bedeutet praktisches Arbeiten auch, dass Sie mit den Bienen direkt in Kontakt kommen. Bienen können stechen. Wenn jemand eine Allergie gegen Insektengifte hat, so ist dies vor Beginn des Moduls mitzuteilen. Die Teilnahme ist generell auf eigene Gefahr. Zudem ist das Tragen von Schutzkleidung (mindestes ein Schleier) Pflicht. Dieser wird nicht gestellt! Eine preiswerte Hut/Schleierkombination oder eine Imkerhemd mit Schleier kosten ab 15€ - 50€. Sammeln sie um Porto zu sparen. Am besten bestellen Sie nach der ersten Veranstaltung. Ich berate gerne.
z.B.
https://www.holtermann-shop.de/schutzbekleidung/
https://www.bienen-ruck.de/imkershop/imkerkleidung/
Nach Abschluss des Moduls sind Studierende in der Lage,
- die Bedeutung von Insekten für das ökologische Gleichgewicht einzuschätzen
- zur erklären, warum neben der Bestäubungsleistung von Insekten, Bienen auch als Nützlinge in der Forst- und Landwirtschaft und als Verwerter für gesunde Böden von herausragender Relevanz sind
- mikrobielle Bienenerkrankungen erkennen und Behandlungen vorschlagen
- grundlegenden Tätigkeiten im Bienenjahr selbstständig durchzuführen und die ersten Schritte zur eignen Imkerei zu gehen. Dazu gehören Haltung, Pflege, Bekämpfung von Schädlingen, Honigproduktion und Vermarktung, aber auch Pollenanalytik und der korrekte Umgang mit Herausforderungen im Volk, wie Krankheiten oder Schwarmdruck
Vorlesungsinhalte
- Die Biene (Biologie: Ökologie und Verhalten)
- Das Bienenjahr, Planung der Arbeit mit Bienen
- Aufbau eines Bienenstands (Materialkunde und grundlegendes Verständnis zum Aufbau von Beuten, verschiede Beutensysteme)
- Imkern in einer Großraumbeute, Schiedführung und Drohnenrahmen
- Die Bienenkönigin, Zucht und Weiselzellen
- Trachtpflanzen und Wandern
- Honigernte und Vermarktung
- Ablegerbildung, Kunstschwarm und Brutableger
- Bienenkrankheiten (Varroa, Faulbrut und co.)
- Füttern und Einwintern, Wachsverarbeitung
Praktikum
- Praktische Arbeit rund um die Völker
- Ernte und Honigverarbeitung
- Umgang mit Wachs und Varroabehandlung
- Exkursionen zum Recklinghäuser Imkerverein
- Dozent/in: Desiree Jakobs-Schönwandt
Die Lehrveranstaltung ist für das zweite Semester des Masterstudiengangs vorgesehen und wird in jedem Sommersemester angeboten.
Was sind Formulierungen?
Stellen Sie sich vor, Sie haben Kopfschmerzen und nehmen eine Aspirin®-Tablette? Dann nehmen Sie ja nicht den reinen Wirkstoff Acetylsalicylsäure zu sich, sondern eine Formulierung mit einem Anteil des Wirkstoffes. Der Rest ist die Formulierung. Formulierungen werden seit je her entwickelt und eingesetzt, um sensible aktive Bestandteile wirksam zu schützen und um die Stabilität, Wirksamkeit und Lagerfähigkeit zu verbessern. Unter Formulierung wird die Einbettung eines Wirkstoffs in eine anwendbare Form wie Granulate, Coatings oder Sprays verstanden. Eine geeignete Formulierung kann so neben der Stabilisierung auch die Eigenschaften des Endprodukts verbessern, z. B. Haltbarkeit oder Resorption. In Abhängigkeit der eingesetzten Materialien kann die Freisetzung verlangsamt und kontrolliert werden.
Angestrebte Lernergebnisse des Moduls "Formulierung von Zellen und Wirkstoffen"
Nach Abschluss des Moduls sind Studierende in der Lage,
- die grundlegenden physikochemische Eigenschaften von Formulierungen zu erkennen und erklären zu können
- die Theorie der Herstellung von Formulierungen (Kapseln, Granulate (Extrusion), erhärtete (Emulsionen), Coatings, benetzbare Pulver wiedergeben zu können und einzuschätzen für welche Anwendung welche Formulierung geeignet ist
- die technologische Umsetzung leistungsfähiger, stabiler Formulierungen und biophysikalischer Prüfungen zu verstehen
- die technische Trocknung (Wirbelschicht, Kontakttrocknung, Sprühtrocknung, Gefriertrocknung,..) von Formulierungen erklären zu können
- die Lagerung von aktiven Bestandteilen (Schnelllagertests, Langzeitlagertestes,.. ) planen zu können
- Ausgewählte Beispiele aus der Praxis erklären zu können
- eigene Formulierungskonzepte herleiten zu können
Inhalte der Vorlesung und des Seminars
- Eigenschaften von Formulierungen Granulate und Emulsionen
- Eigenschaften von Formulierungen Sprays und Coatings
- Biokatalyse
- Formulierungen der Pharmaindustrie
- Trocknung und Lagerfähigkeit von Zellen und Wikrstoffen in Formulierungen
- Agrarbiotechnologie

Die Lehrveranstaltung ist für das zweite Semester des Bachelorstudiengangs "MolBio" vorgesehen und wird in jedem Sommersemester angeboten.
- Dozent/in: Lea-Marie Cornelius
- Dozent/in: Axel Prietz
- Dozent/in: Kirsten Wiethoff